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03.03.2023

Supply Chain Werttreiber: Warum man beim Blick über den Tellerrand den Teller nicht vergessen sollte

Sebastian Feldmann von Roland Berger über die Wichtigkeit, sich regelmäßig ein Bild über den tatsächlichen Zustand seiner Supply-Chain-Fähigkeiten im Vergleich zu anderen zu machen.

Während meiner 22 Jahre Erfahrung in der Optimierung globaler Wertschöpfungsketten gab es nie Zeiten, in denen die Handlungsempfehlungen so komplex waren. Um diese Vielzahl an Risiken und Potentialen richtig bewerten zu können, bedarf es klarer Orientierung über das, was wirklich für Ihr Unternehmen wertstiftend ist!

 

Innerhalb der Supply Chain Benchmarking Studie 2022 haben Körber und Roland Berger ein transparentes Bild davon gezeichnet, mit welchen Strategien Unternehmen die operativen Herausforderungen der Supply Chain bewältigen. Das vielleicht wichtigste Ergebnis: Zu wissen, wo man hinwill, ist das Eine. Zu wissen, wo man steht, ist das Andere.

 

Ein Benchmarking ist immer eine Momentaufnahme, das ja. Wo stehe ich aktuell in wichtigen Handlungsfeldern im Vergleich zu anderen, bei Themen wie Mitarbeitern und Endkunden, Agilität und Resilienz, Digitalisierung und Automatisierung, um nur einige zu nennen? Aber: Wer in die Zukunft schauen möchte, muss mit der Gegenwart beginnen.

 

In bewegenden Zeiten und in immer dynamischeren Märkten sind Lieferketten und Logistik wichtiger denn je. Daher sagt der Status „führend“, „fortgeschritten“, „ausbaufähig“ oder „beginnend“ (gemäß der Vergleichskategorien der Supply Chain Benchmarking Studie), nicht nur etwas über die eigene Innovationskraft. Er spiegelt auch die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit des gesamten Unternehmens.

 

Benchmarking ist der Blick über den Tellerrand, ja, aber auch der Blick auf den eigenen Teller wird geschärft. Denn der Prozess – mehr vielleicht noch als die Ergebnisse – sagt auch viel über das eigene Mindset, die Fehler und Innovationskultur im eigenen Unternehmen.

 

Wer sich seiner Stärken bewusst ist, kann seinen Vorteil weiter ausbauen – technologisch, organisatorisch und in der Kommunikation mit Kunden, Mitarbeitern und Partnern. Und wer seine Schwächen kennt, kann besser werden und von den Besten lernen – ohne sie nachzuahmen, sondern seinen ganz eigenen Wettbewerbsvorteil zu erschaffen.

 

Ein regelmäßiges Benchmarking ist Pflicht. Seinen eigenen Weg zu finden, die eigenen Fokuspunkte richtig zu setzen, ist die wahre Kür, die aus Unternehmen in der Masse echte Leader macht.

 

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